AURÈLE FERRIERspacerspacerspacer



2017
1-Kanal VideoHD-Installation / DCP Kinoformat
Farbe, 5.1 Dolby Surround (ohne Dialoge)
13 min.
Ed. 5 / 2 AP

TRANSITIONS ist eine Reise von der zivilisatorischen Leere der Wüste zu einer maximalen urbanen, kapitalistischen und hedonistischen Dichte, die im Fall von Las Vegas teils bizarren Ausdruck annimmt. Der Film ist eine Betrachtung, die ohne sich darin bewegende Menschen oder Maschinen den Fokus auf das Gebaute und Gestaltete legt. Die Narration ist fragmentarisch und arbeitet mit ruhigen, teils längeren frontalen, rohen Kamerafahrten. TRANSITIONS ist auch eine Erzählung von “Stadt-Werden".


Weltpremiere: 52. Solothurner Filmtage, 20. Januar 2017
Gewinner Swiss Competition, Videoex 2017, Internationales Experimental Film & Video Festival, Zürich


Statement der Jury, Esther Eppstein und Elodie Pong

Das Werk Transitions (2017) von Aurèle Ferrier erzählt von den Spuren der menschlichen Zivilisation – die Eroberung der lebensfeindlichen Wüste endet in der surreal-hedonistischen Konsumwelt Las Vegas. Die Kamera führt uns bedrohlich langsam entlang einer Kulisse menschenleerer Stadtrandsiedlungen. Die Bauten, Autos und Reklamen reden von den Träumen der Menschen und ihrem Streben nach Glück. Die gespenstisch-apokalyptische Grundstimmung zieht sich über diese filmische Reise, die Spuren der Menschheit wirken zunehmend lächerlich und hilflos, eine eigenartige Melancholie schwingt mit. Wohin sind die Menschen verschwunden? Man denkt an eine Katastrophe, eine Epidemie, oder sehen wir einfach auf ein entleertes Filmset nach einem Shooting?
Die Jury vergibt den Preis für ein Werk, das in ruhig gehaltenem Bild und Ton eine Spannung zu erzeugen vermag. Der Film nimmt die Betrachterinnen mit auf eine Reise, die auch eine Metapher über die Grenzen menschlichen Tuns und Strebens sein könnte. Die menschliche Kultur und Zivilisation, aus der Wüste gekommen, wird an ihrem Ende wieder Wüste sein. 



Credits
Ein Film von Aurèle Ferrier — Sounddesign und Foleys: Peter Bräker — Beratung Schnitt: Sandra Bühler, Andreas Mueller — Dritte Augen: Anna Hilti, Thomas Galler — Postproduktion: Gregg Langlois, Noé Marti — Postergrafik: Krispin Hée — Unterstützt durch: Kulturförderung Kanton St.Gallen (Bildende Kunst / Filmkommission), Volkart Stiftung, Ernst & Olga Gubler-Hablützel Stiftung


Kollaboration
— Peter Bräker, Sound Designer, Zürich (Auswahl): Aloys (2016, T. Nölle), Cure (2014, A. Štaka), Yalom's Cure (2014, S. Gisiger), Infrastructures (2014, A. Ferrier), Mary Mary Queen of Scots (2013, Th. Imbach), Bird’s Nest - Herzog & De Meuron in China (2008, Ch. Schaub), Gambling, Gods and LSD (2002, P. Mettler)
— Noé Marti, Video- und Postproduktionsarbeiten, Zürich (Auswahl): Zilla Leutenegger (Videokunst), Karim Patwa (Film), Dschoint Ventschr Filmproduktion, Schweizer Fernsehen, Dozent für AfterEffects/Animation (HSL, ZHDK), Condor Films
— Gregg Langlois, Video- und Filmpostproduktion, Paris (Auswahl): The Fountainhead (2010, Société Réaliste/F. Grof/J.-B. Naudy), Banda Bilili (2010, R.Barret/F. de La Tullaye), We don't care about music anyway (2008, C.Dupire/G. Kuentz), Bouzkachi (2008, J. Debs/Les Films d'Ici/Arte)


Technische Angaben (Präsentation)
— 1-Kanal VideoHD-Installation, FullHD Projektion, min. 3.5m Breite, 5.1 Dolby Surround Ton
— DCP für 5.1 Kinoprojektion (1 : 1.85, Farbe, 5.1 Dolby Surround)




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